Unterstützung im Unterricht: Lernprobleme bei Kindern erkennen und gezielt fördern (ADHS, Autismus, LRS & mehr)
Praktische Strategien für Lehrkräfte: So unterstützen Sie Kinder mit unterschiedlichen Lernbedürfnissen im Schulalltag – strukturiert, verständlich und direkt umsetzbar.
Viele Kinder lernen anders. Besonders neurodivergente Kinder – zum Beispiel mit ADHS, Autismus oder Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) – benötigen klare Strukturen, visuelle Unterstützung und angepasste Lernwege, um Inhalte besser zu verstehen.
Im Unterricht zeigt sich das oft nicht sofort als „Lernproblem“, sondern als Unruhe, Rückzug, fehlende Motivation oder Überforderung.
Diese Seite hilft Ihnen dabei, typische Anzeichen zu erkennen und Ihren Unterricht gezielt anzupassen.
Typische Anzeichen im Klassenzimmer erkennen
Einige Kinder fallen im Unterricht durch bestimmte Verhaltensweisen oder Schwierigkeiten auf:
Schwierigkeiten, sich länger zu konzentrieren
Probleme, mehrschrittige Anweisungen umzusetzen
Sehr langsames oder sehr ungenaues Arbeiten
Häufige Flüchtigkeitsfehler
Schnelle Überforderung bei neuen Aufgaben
Vermeidung von bestimmten Aufgaben (z. B. Lesen oder Schreiben)
Schwierigkeiten, sich Dinge zu merken
Starke Reaktionen bei Veränderungen im Ablauf
Probleme in der Zusammenarbeit mit anderen Kindern
Diese Anzeichen können auf unterschiedliche Lernbedürfnisse oder neurodivergente Besonderheiten hinweisen.
So können Sie Ihren Unterricht anpassen
Kleine Anpassungen im Unterricht können einen großen Unterschied machen:
Struktur geben
klare, kurze Anweisungen
Aufgaben in kleine Schritte unterteilen
feste Abläufe und Routinen
Visuell arbeiten
Farben, Symbole und Bilder nutzen
Arbeitsblätter übersichtlich gestalten
wichtige Informationen hervorheben
Wiederholung ermöglichen
Inhalte mehrfach erklären
Beispiele geben
Zeit zum Üben einplanen
Tempo anpassen
mehr Zeit für Aufgaben geben
alternative Bearbeitungsformen anbieten
Reizüberflutung reduzieren
ruhige Arbeitsphasen schaffen
klare Arbeitsplätze
Ziel ist nicht, den Unterricht komplett zu verändern, sondern ihn zugänglicher zu machen
Stärken bewusst wahrnehmen
Viele Kinder mit Lernschwierigkeiten zeigen nicht nur Herausforderungen, sondern auch besondere Stärken.
Wenn diese im Unterricht erkannt und einbezogen werden, kann Lernen deutlich erfolgreicher verlaufen.
Stärken wie Interessen, visuelles Denken oder Ausdauer können gezielt genutzt werden, um Inhalte verständlicher zu machen.
Beobachtungsbögen für Lehrkräfte
Um Auffälligkeiten besser einordnen zu können, helfen strukturierte Beobachtungsbögen.
Diese bieten eine erste Orientierung und unterstützen Sie dabei, Lernverhalten systematisch zu beobachten.
Wichtig:
Die Checklisten dienen nicht der Diagnose, sondern ausschließlich der Beobachtung und ersten Einschätzung im Schulalltag.
Sie können dabei helfen, Muster zu erkennen und Auffälligkeiten besser zu beschreiben.
Checklisten für neurodivergente Kinder (ADHS, Autismus, LRS & mehr)
Beobachtungsbogen für Lehrkräfte (Unterricht)
Zusammenarbeit für die bestmögliche Unterstützung
Auffälligkeiten sollten immer im Zusammenhang betrachtet werden. Oft zeigen sich Unterschiede zwischen Schule und Zuhause.
Deshalb ist es sinnvoll, gemeinsam zu arbeiten:
Austausch mit den Eltern über Beobachtungen im Alltag
Zusammenarbeit mit Schulpsychologen oder anderen Fachstellen
Gemeinsames Ziel: das Kind bestmöglich unterstützen
Eine mögliche Diagnose dient nicht dazu, ein Kind zu „labeln“, sondern hilft dabei, passende Unterstützung und gezielte Fördermaßnahmen zu finden.
Was Kinder im Unterricht wirklich brauchen
Viele Kinder mit Lernschwierigkeiten oder neurodivergenten Eigenschaften zeigen im Unterricht nicht immer direkt, was sie können.
Oft liegt das nicht am fehlenden Willen, sondern daran, wie sie Informationen verarbeiten und auf Anforderungen reagieren.
Was für manche Kinder intuitiv ist, kann für andere unklar oder überwältigend sein.
Kinder profitieren von Lehrkräften, die nicht nur Ergebnisse bewerten, sondern auch Lernprozesse und individuelle Anstrengungen wahrnehmen.
Wenn Kinder sich verstanden fühlen, können sie ihr Potenzial im Unterricht deutlich besser entfalten.
Oft sind es kleine Veränderungen, die einen großen Unterschied machen.
Praktische Lernhilfen für Kinder mit Lernschwierigkeiten (ADHS, Autismus, LRS & mehr)
Viele Kinder profitieren von klar strukturierten, visuellen Lernmaterialien, die Inhalte Schritt für Schritt vermitteln.
Besonders Kinder mit ADHS, Autismus, LRS oder anderen Lernbesonderheiten haben oft Schwierigkeiten mit unübersichtlichen Aufgaben oder zu vielen Informationen auf einmal.
Strukturierte Arbeitshefte können dabei helfen, Lernen verständlicher und zugänglicher zu machen.
Warum strukturierte Lernmaterialien helfen
Gut aufgebaute Materialien unterstützen Kinder dabei:
Aufgaben besser zu verstehen
sich länger zu konzentrieren
Schritt für Schritt zu arbeiten
weniger schnell überfordert zu sein
mehr Selbstvertrauen beim Lernen zu entwickeln
Ziel ist es, Lernen sichtbar, greifbar und weniger überwältigend zu machen.
Für welche Kinder sind die Densing Method Arbeitshefte geeignet?
Die Arbeitshefte und strukturierten Lernmaterialien können besonders hilfreich sein für Kinder mit:
ADHS (Aufmerksamkeitsprobleme)
Autismus (andere Wahrnehmung und Verarbeitung)
LRS / Dyslexie (Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten)
Dyskalkulie (Rechenschwierigkeiten)
allgemeinen Lernschwierigkeiten oder Konzentrationsproblemen
Zusätzliche Materialien (englisch, leicht verständlich)
Zusätzlich stehen praxisnahe Materialien mit klaren Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Verfügung.
Diese enthalten viele einfache, umsetzbare Ideen und Übungen, die Eltern und Lehrkräfte gemeinsam mit Kindern durchführen können – besonders hilfreich, um Lernen visuell, handlungsorientiert und interessengeleitet zu gestalten.
Die Materialien decken verschiedene Lernbereiche ab, zum Beispiel:
Lesen und Schreiben
Mathematik
Naturwissenschaftliche Grundlagen
Motorik und sensorische Entwicklung
Exekutive Funktionen (Planung, Organisation und Selbststeuerung)
Besonders geeignet für Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen, die mehr Flexibilität in der Unterrichtsgestaltung haben und gemeinsam mit Kindern haptische, handlungsorientierte Lernmaterialien entwickeln und einsetzen können.
Dabei werden zentrale Fähigkeiten gefördert, wie:
Konzentration
Aufmerksamkeit
Feinmotorik

